Engelskirchen, den 27.5.2025
Geschäftsbericht 2024

1. Vorsitzender
Theo Boxberg
51766 Engelskirchen
T.: 02263 60711
E.:
Engelskirchen, den 12.April 2025
Das Geschäftsjahr 2024 lief insgesamt in ruhigem Fahrwasser. Die üblichen Probleme bei der Neubeschaffung eines Busses, die intensiven Gespräche mit OVAG und Kreis, scheinen jetzt langsam Früchte zu tragen. Absehbar ist, dass uns der neue Bus im Sommer 2025 zur Verfügung steht. Die OVAG hat schriftlich mitgeteilt, dass unser Bus die Priorität 1 hat.
In Gesprächen mit der Bezirksregierung wurde erreicht, dass wir jetzt auch wenige virtuelle Haltestellen einrichten durften (HAST Fressnapf und Physio Wang). Die im Vorjahr errungene Zusage, gehbehinderte Personen auch von der Haustür abholen zu dürfen, hat sich bewährt.
Beschlossen wurde im Vorstand (der einmal pro Monat tagt, zweimal auch mit dem Beirat), spätestens nach den Sommerferien die Schülertransporte nicht mehr durchzuführen. Sie blockieren immer mehr die Beförderung unserer eigentlichen Zielgruppe, den älteren, mobilitätseingeschränkten Menschen.
Erfreulich ist der Zuwachs an neuen Fahrgästen. Unsere Befürchtung, dass durch das Ausscheidenden der älteren Fahrgäste unsere Fahrgastzahlen einbrechen könnten, hat sich nicht bewahrheitet. Es sind sehr viele neue Kunden zu verzeichnen. Hier scheint sich die Bekanntheit und Beliebtheit unseres Vereins auch bei den „jungen Alten“ auszuwirken.
Leider ist es bisher noch nicht gelungen, durch den Einsatz einer Software die Arbeit der Disponenten zur erleichtern. Aktuell kommt hinzu, dass Disponenten durch Krankheit ausfallen. Der Vorstand ist daher bemüht, mit Werbeaktionen neue Interessenten von außerhalb zu gewinnen. Aber auch in unserem Kreis ist zusätzliche Unterstützung willkommen! Je mehr Leute wir sind, desto weniger Zeitaufwand entsteht für den Einzelnen!
Die kleineren Malheure bei den Fahrten, um nicht von Unfällen zu sprechen, haben unseren Etat auch im abgelaufenen Jahr erheblich belastet. Mehr als 15.000,- € mussten für Reparaturen ausgeben werden. Ein deutlicher Hinweis und die herzliche Bitte, dass wir noch mehr bei den Fahrten aufpassen müssen und uns im manchmal aufkommenden Fahrstress nicht ablenken lassen dürfen.
Leider ist es uns bislang nicht gelungen, dauerhaft einen Nachfolger für unseren Fahrzeugwart Josef Hamacher zu finden. Zwar hat dankenswerterweise Egon Quabach interimsweise dessen Arbeit übernommen, aber er ist mit mehreren Vorstandsämtern (Kassenwart, Werbebeauftragter extern und intern, Ersteller von Folien und Flyern, Beschaffung von Kleidung und noch einiges mehr) überlastet.
Daher hat er im April die kommissarische Übernahme der Tätigkeit als Fahrzeugwart beendet. An dieser Stelle richtet der Vorstand seinen großen Dank an Egon aus, der sich in einer Art und Weise sich für unseren Verein einsetzt, wie sie nur als vorbildlich und beispielhaft bezeichnet werden kann.
Der Vorstand möchte deshalb noch einmal dafür werben, dieses Amt anzunehmen. Josef Hamacher und Egon Quabach haben zugesagt, „den Neuen“ anzulernen und bei größeren Problemen zu unterstützen. An dieser Stelle auch ein herzliches Dankeschön an Josef Hamacher, dem es auf vorbildliche Art und Wiese gelingt, sein Ausscheiden aus dem aktiven Dienst mit der Weitergabe seines Wissens und der anpackenden, unkonventionellen Hilfe im Notfall zu verbinden.
Die Gemeinschaft gestärkt haben wir auch - alle zusammen. Das Grillfest am Aggerstrand anlässlich unseres 20-jährigen Bestehens, der Saarland-Ausflug, die Parkzeit-Teilnahme sowie die Weihnachtsfeier boten gute Gelegenheiten, unser Gemeinschaftsgefühl zu stärken.
In Zahlen ausgedrückt hier die Nachweise für unseren ehrenamtlichen Einsatz im vergangenen Jahr:
- 8.994 Fahrgäste
- 48202 km Fahrtstrecke der beiden Busse
- 8.003,- € Einnahmen aus Ticket-Verkäufen - Rekordeinanhme
- 2.735 Einsatzstunden der Fahrer
Fazit:
Der Verein ist auf einem guten Kurs. Mit neuen Kunden, bei stabilen niedrigen Fahrpreisen und der Unterstützung der heimischen Wirtschaft weist der Verein - trotz hoher Ausgaben für die ständige Reparatur des alten Busses,- eine äußerst solide Kassenlage auf. Diese ist allerdings auch notwendig, da die Neubeschaffung eines Busses zwischen 30.000 und 40.000,- € die Vereinskasse belasten wird!
Ein Ehrenamt, wie es von uns Disponenten und Fahrern geleistet wird, bedeutet: Der Lohn wird nicht in Euro in Cent ausgezahlt, sondern in Gesprächen mit den Fahrgästen, ihren Worten und Gesten. Insofern dürfen wir uns wohl als gut belohnt anzusehen.
Herzlichen Dank für euren Einsatz!


